03.07.2007
Solarwärme bleibt die beliebteste Wärmequelle der Deutschen. Zu diesem Ergebnis kommt die zur Branchenmesse INTERSOLAR vorgestellte, repräsentative Studie "Akzeptanz von Photovoltaik und Solarthermie in Deutschland 2007" des Bielefelder SOKO-Instituts. Demnach rangiert bei 27 Prozent aller Hausbesitzer die Solarthermie ganz oben auf der Wunschliste der Wärmeenergieträger, gefolgt von Erdgas mit knapp 26 Prozent, Bioenergie mit rund 25 Prozent und Erdwärme mit rund 10 Prozent. Im letzten Jahr wuchs die Nachfrage nach Solarwärme-Systemen nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) um rund 60 Prozent. Auch für die kommenden Jahre prognostiziert die Unternehmensberatung Roland Berger ein deutliches Marktwachstum, weltweit um jährlich über 20 Prozent. Wichtigste Marktöffner für die Solarenergie sind neben dem Klimabewusstsein erheblich gestiegenen Heizkosten. Erheblich zugenommen haben die Erwartungen in die Rentabilität von Solaranlagen. Mehr als die Hälfte aller Befragten glaubt, dass sich die Nutzung von Solarwärme für sie sehr gut oder gut rechne.
Studien-Autor Dr. Henry Puhe kommentiert die Ergebnisse: "Noch nie waren die Bundesbürger besser über die private Energiegewinnung mit Hilfe der Sonne informiert. Das schlägt sich in der zunehmenden Kenntnis über die Förder-möglichkeiten und in einer erhöhten Investitionsbereitschaft nieder." Laut SOKO-Institut planen innerhalb der nächsten 24 Monate 6,4 Prozent aller Hauseigentümer die Anschaffung einer Solarwärmeanlage. Das sind besonders diejenigen, die noch mit Heizöl heizen und in Häusern wohnen, die nach 1980 errichtet wurden. Häufig geht die Planung mit einer anstehenden Änderung an ihrem Heizsystem einher. Wenn es in der Nachbarschaft schon einige Solaranlagen gibt, dann steigt die Investitionsbereitschaft signifikant auf 8,9 Prozent an. Gute Beispiele beschleunigen den weiteren Ausbau.
Soko-Institut